Tablettiertechnik im Detail

Fuelltisch

Die Fülleinheit

Die Rubrik „Tablettiertechnik im Detail“ betrachtet zentrale Komponenten moderner Tablettenpressen etwas genauer. Der Beitrag beschreibt die Entwicklung und zeigt am aktuellen Stand der Technik, wo es Potenzial zur Verbesserung gibt. Nicht ohne Hintergedanken, denn bei fast allen Komponenten wird Ihnen Fette Compacting auf der Interpack 2011 neue Lösungen präsentieren.

Die kleine Serie beginnt bei einem Bauteil, an dem das Produkt – also das Granulat, aus dem die Tabletten gepresst werden – in die Maschine kommt, bei der sogenannten Fülleinheit. Sie besteht in der Regel aus dem Füllstutzen, in den das Granulat eingefüllt wird, und einem Füllschuh, über den das Produkt den Bohrungen im Pressbereich zugeführt wird. Bei der Schwerkraft abhängigen Befüllung, wie sie Fette Compacting unter anderem bei seinem Fill-O-Matic-System einsetzt, ähneln sich die Füllverfahren prinzipiell, da die Kernaufgabe identisch ist: Es geht darum, die richtige Produktmenge bei allen Drehzahlen sicher nachzufüllen und eine gleichmäßig hohe Qualität zu produzieren. Genauer: sicherzustellen, dass die Produktmenge für jede einzelne Tablette exakt den Vorgaben der Galenik entspricht.

Fülltisch

Genau hier besteht in der Praxis Handlungsbedarf. Während bei vielen Produkten die Bohrungen des Pressbereichs leicht überfüllt und dann präzise dosiert werden, kann es beispielsweise bei schwer fließenden Granulaten im Fülltrichter zu einer Brückenbildung kommen, sodass das nachfließende Granulat nicht ausreichend Druck aufbaut. Eine weitere Herausforderung bilden bislang kaum eindeutig erklärbare Abhängigkeiten zwischen der Drehzahl des Rotors und der des Füllsystems. Das führt im Produktionsalltag dazu, dass Anwender die richtigen Drehzahlen abhängig vom Produkt individuell ermitteln müssen. Ein Ziel der Weiterentwicklung von Tablettenpressen ist es daher, die Effizienz des Füllverhaltens zu verbessern, indem man eindeutige und reproduzierbare Korrelationen zwischen Produkt sowie den Drehzahlen von Füllsystem und Maschine ermittelt. Und zwar so, dass Anwender mit einem System ein möglichst großes Produktspektrum abdecken können.

Dabei kommt auch den Maschinenbedienern eine entscheidende Rolle zu, denn auch von ihrer Erfahrung hängt es derzeit ab, wie effizient die Produktion ist. Vor allem die exakte horizontale Ausrichtung des Fülltischs, der die Fülleinrichtung mit der Tablettenpresse verbindet, ist echte Spezialistenarbeit. Diese Ausrichtung erfolgt derzeit noch über mehrere Schraubverbindungen, mit denen der Tisch in allen Achsen in eine absolute Horizontale gebracht werden muss. Ziel ist es, den Tisch so dicht wie möglich über der Matrizenscheibe zu platzieren. Ist der Tisch zu hoch, kann es zu messbaren Produktverlusten kommen. Außerdem erhöht sich dadurch der Reinigungsaufwand. Bei einer zu niedrigen Montage kann es dagegen zu Verunreinigungen kommen.

Wäre es nicht gut, fragen Sie sich sicher, wenn es ein Füllsystem gäbe, das all diese Anforderungen erfüllt? Besuchen Sie uns doch auf der Interpack und erfahren Sie, welche Lösung Fette Compacting Ihnen vorschlägt.